Montag, 16. März 2020
Wie läuft meine USA-Wette?
Ich hatte vor rund 8 Tagen bei Rebellmarkt behauptet, dass die Fallzahlen der USA die deutschen Fallzahlen in dieser Woche überrunden werden.

Es sieht nicht gut aus für meine Wette. (Einschätzung vom 16.03.)

Bislang lag das Verhältnis von US-Zahlen zu deutschen Erkrankungszahlen bei rund 60 Prozent. Die Werte sind hier jeweils frühmorgendliche Werte:

16.03.: USA 3780 - D 5813 (65%)
17.03.: USA 4727 - D 7272 (65%)
18.03.: USA 6515 - D 9367 (70%)
19.03.: USA 9464 - D 12327 (77%)
20.03.: USA 14353 - D 15320 (94%)
21.03.: USA 19774 - D 19848 (99%)
22.03.: USA 26892 - D 22364 (120%)
23.03.: USA 35060 - D 24873 (141%) -> Endpunkt Wette
24.03.: USA 46168 - D 30081 (153%, Stand 11:00)
25.03.: USA 54916 - D 32991 (166%)
27.03.: USA 85594 - D 43938 (194%)
29.03.: USA 123780 - D 58247 (212%)
30.03.: USA 142735 - D 62435 (228%)
31.03.: USA 164359 - D 67051 (245%)
01.04.: USA 188592 - D 71808 (262%) - 775 Tote
02.04.: USA 215003 - D 77981 (275%) - 931 Tote - Stand 11:00
03.04.: USA 245373 - D 84794 (289%) - 1107 Tote
04.04.: USA 277475 - D 91159 (304%) - 1275 Tote
05.04.: USA 311635 - 8454 Tote - D 96092 (321%) - 1444 Tote
06.04.: USA 336830 - 9618 Tote - D 100123 (336%) - 1584 Tote
07.04.: USA 367650 - 10,943 Tote - D 103375 (356 %) 1810 Tote


Wie kam ich auf meine Annahmen?

* schneller ramp up der US-Testkapazitäten
* extrem mieses Containment in den USA
* Prävalenzdaten deuten dahin, dass die USA schon mind. 1/4 der CoV-2-Prävalenz von Deutschland haben und in vielen Orten bereits ehen erheblichen Community Spread, wie auch die vermehrten Fälle aus dem US-Spitzensport indizieren. In den Erkrankungszentren der USA liegt die Positivenrate sogar bei 8 Prozent - und das sollte entsprechend bei den veröffentlichten Zahlen durchschlagen.

Wo lagen mein Fehler?

* Mit dem sich verbreiternden community spread in Deutschland geht einher, dass die Griffigkeit des deutschen Containments (Tracing, Isolation) abnimmt bzw. anteilig weniger ausmacht - das heißt, die normale Verbreitungsgeschwindigkeit von CoV-2 bricht wieder durch und bei knapp 25 bis 30 Prozent Zuwachs pro Tag.

Tja, hatte ich nicht bedacht.

* Der Ramp up der Testlabore in den USA gestaltet sich zäher, als ich es für möglich hielt. Da gibt es zwar ausgesprochene Helden wie UW Virology (ein Rebellenlabor aus Seattle), die zur Zeit bei 2300 Tests pro Tag liegt und Mitte dieser Woche bei 3.300 liegen werden, aber zugleich eine für mich unglaubliche Zähigkeit der übrigen US-Laborszene. Das CDC hat z.B. bislang gar kein ramp up zustande gekommen und liegt immer noch bei erbärmlichen 200 Tests pro Tag. Eigentlich dachte ich, dass der Zubau der Testkapazitäten in dieser Phase weitaus schneller als in Deutschland zustande kommt. Tja, und unser Land schlägt sich bei dem Test-Zubau auch ziemlich gut, immer noch, beispielsweise mit zwei neuen Drive-Ins in Esslingen (Prävalenz dort zur Zeit: 3 Prozent).

Auch hier lag ich falsch.

Es sieht eher nicht gut aus für meine (etwas geschmacklose ließe sich sagen) Wette. Und auch, wenn Deutschland im Bereich Mitigation (z.b. social distancing) gerade mächtig zulegt, derartige Maßnahmenpakete wirken sich erst mit ca. 7-9 Tagen Verzögerung bei den Infektionsszahlen aus, aufgrund von Inkubationszeit (ca. 5,2 Tage) und Testlaufzeiten. Und das ist dann erst der allererste, anfängliche Effekt. Für die volle Wirkung der Maßnahmen werden sogar drei bis vier Wochen Zeit benötigt. Das liegt u.a. an der Streuung von Inkubationszeiten (bis zu 14 Tage), Testlaufzeiten, Veröffentlichungslaufzieten, Testzeitpunktdifferenzen (eher nur sehr selten wird am allerersten Tag der ersten Krankheitssymptome getestet) usw. Also, bis sich NPIs (non-pharmaceutical Interventions) voll in der Statistik auswirken, können sehr leicht drei oder vier Wochen Zeit vergehen.

++ update ++
Trotzdem könnte meine "Wette" am Sonnabend oder Sonntag noch aufgehen. Das ist schade, für die Menschen in den USA.

++ update ++
Sie ging auf. Und das ist schade.

++ update ++
Es ist ganz schön gruselig, sich diese Zahlen über zwei Wochen hinweg anzugucken. Aus 10.000 Erkrankungsfällen (beide Länder) wurden in zwei Wochen 200.000 Fälle, und wenn wir da einen "Faktor 10" ansetzen, dann entspricht das 2 Millionen echten Erkrankungen.

Drei Wochen später werden sich hier einige dieser Erkrankungen in Sterbefälle verwandeln, das heißt, wenn wir hier einmal eher zurückhaltend 3 Prozent ansetzen, dann weden der April und Mai für beide Länder mindestens 60.000 Tote bedeuten.

Vielleicht sogar 200.000 Tote.

Furchtbar.

++ Update 07.04. +++

In über 10 Bundesstaaten der USA gibt es bis jetzt nicht die allergeringsten Containment-Maßnahmen. Man trifft sich dort völlig unverändert z.B. in den Gottesdiensten, eng gedrängt, und betrachtet später dann interessiert die apokalyptischen Beschreibungen aus New York, wie sie inzwischen auch von Fox News versendet werden.

Die USA wandern unmittelbar in eine Katastrophe hinein. Und leider, der Punkt ist überschrittten, wo die Katastrophe verhindert werden kann, während unser "Merkeldeutschland" mehr oder minder eine Punktlandung hingelegt hat.

Das ändert aber leider sehr wenig daran, dass die Krise auch bei uns überaus real ist und viele Existenzen ökonomisch und sozial auf dem Spiel stehen.

Immerhin haben wir uns ein wenig Luft verschafft, wobei dies immer noch in drei Wochen auf ca. 10.000 bis 20.000 Fälle in den Intensivstationen hinaus laufen wird. Zur Zeit liegen wir hier bei ca. 4.000 bis 5.000 Fällen, und unangenehm häufig auch mit ECMO, einem verzweifelten Kampf um das Leben der Patienten. Inzwischen ist das Virus auch in viele unserer Senioreneinrichtungen eingewandert.

Die Lage in den USA in 3 Wochen mag ich mir gar nicht so detailliert ausmalen, darum, weil dort der Basisreplikationswert nahezu unverändert hoch liegt. Ende dieses Monats werden die USA über 50.000 Sterbefälle zu beklagen haben, und das ist erst der Anfang.

Die Geschichte wird über Trump urteilen. Aber ganz anders, als er es sich denkt.

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@gelegentlich

Danke für die netten Worte. Ich versuche ja tatsächlich, freundlich und sachlich zu bleiben, aber perfekt bin ich in dieser Disziplin nun auch nicht.

Auf das Chloroquin bin ich auch gestoßen, habe das aber für die Zwecke, die mir vorschweben, schnell wieder aussortiert. Ich benötige ja Stoffe für eine Appretur, und keine, die man in einer Dosierung von 500 mg schlucken muss. Ich hoffe, Sie haben für den Fall aller Fälle auch Diazepam griffbereit, als Gegenmittel im Fall einer Vergiftung.

Außerdem sind die Neben- und Wechselwirkungen nicht so ohne. Bitte unbedingt die kumulative Dosis beachten! Es wird übrigens auch in der Sterbehilfe eingesetzt, also richtig harmlos ist es nicht gerade.

Thema: Italien vs Deutschland
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Bin da gerade in der FAZ auf ein spannendes Interview gestoßen, dass einige Aspekte benennt:

Wie erklären Sie die geringen Todeszahlen in Deutschland im Vergleich zum Beispiel zu Italien?

Darüber bin ich gar nicht überrascht. Denn in Italien hat man nur die sehr schwer symptomatischen Fälle getestet. Dabei hat die aktuelle Studie aus Shenzhen zum Beispiel auch herausgefunden, dass sich Kinder genauso häufig mit dem Erreger anstecken wie Erwachsene, sie entwickeln allerdings nur leichte oder gar keine Symptome. Folgt man der Studie und legt zugrunde, dass 91 Prozent Covid-19 nur mit milden oder moderaten Symptomen durchmachen, dann haben sich die Italiener zunächst nur auf die verbliebenen neun Prozent fokussiert. Hinzu kommt, dass dort auch nachträglich die Toten auf Sars-CoV-2 getestet werden. (...)
In Italien gibt es also viel mehr Infektionen, als es die Zahlen widerspiegeln?

Genau. Ich gehe davon aus, dass die Durchseuchung in Italien extrem hoch ist, was man bisher aber nicht ermittelt hat.
Und bei uns ist es anders?

In Deutschland wurden von Anfang an auch Patienten mit nur milden Symptomen getestet. Unser Indexpatient in Bonn etwa hatte nur einen kratzigen Hals. Ich bin mir sicher: Er wäre in Italien nie abgestrichen worden.
Der Antwortgeber ist kein geringerer als der Virologe Hendrik Streeck. Für mich hat er eine weitaus höhere Autorität als die beiden schrägen Aktivisten von "Sciencefiles".

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Nur ein Sheriff
@gelegentlich

Zur Medikamenten-Frage - Neues aus der Forschung:
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Pre-Proof bzw. working paper dazu:
https://marlin-prod.literatumonline.com/pb-assets/journals/research/immunity/SARS-CoV-2%20vaccines%20status%20report.pdf


Zur Sheriff-Frage:
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Ich denke, jeder normale Meinungspolizist wäre mit mir ziemlich zufrieden. Ich bin kein Brüll- oder Beleidigungsheini. Ich gebe mir Mühe, meine Positionen sachlich zu begründen.

Wenn der Plattformbetreiber mich sperrt, dann ist das eben so. Ansonsten unterliegen die Nutzer dieser Plattform alle den gleichen Regeln. Der Blogautor hat lediglich das Recht, seine Beiträge zu veröffentlichen und sein Blog im Rahmen der vorgegebenen Möglichkeiten zu managen.

Natürlich kann er sich auch ganz breitbeinig hinstellen und sagen: "Ich bin hier der Sheriff in der Stadt! Alle unterliegen hier meinem Kommando! Ich bestimme die Regeln auf dieser Plattform!". Nur, sehen wir das bitte so, wie es ist: Das ist eben nicht ganz richtig. Die persönlichen Wünsche mögen andere sein, aber es gibt hier exakt nur einen Sheriff, und das ist Dirk Olbertz.

Hier muss auch nicht jeder jeden mögen.

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Hongkong hat es geschafft, kontinuierlich in den letzten Wochen, den R0-Wert unter 1 zu halten. Nicht einmal Ausgangssperren wurden dafür benötigt.

Aber jede Menge Gesichtsmasken, Testen, Tracing, Isolation und andere NPI's.

Deutlich bequemer ist es natürlich, den "Obrigkeiten" die Schuld zu geben, und das Ressentiment der Wahl auszuleben.

@Sylter

Die WHO sagt: Bitte weiterhin Testen, Tracing und Isolationen. Warum?

So können die laufenden Infektionsketten erforscht werden und es wird deutlich leichter, genau die Maßnahmen zu treffen, welche wirksam sind. Außerdem wird das Erkrankungsgeschehen damit etwas eingedämmt.

Merke: Jede Infektionskette, die heute unterbrochen wurde, bringt eine erhebliche langfristige Rendite. Darum. So übel ist das nicht, was Taiwan, Südkorea, Singapur und Hongkong machen.

Die schaffen das.

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Wir sind in einer absolut schlimmen Situation auch dann, wenn es uns durch Maßnahmen gelingen sollte, die Basisreproduktionszahl R0 auf 1,5 abzusenken.

Siehe: https://www.dgepi.de/assets/Stellungnahmen/Stellungnahme2020Corona_DGEpi-20200319.pdf

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Beinahe schon gehässige Entgegnung auf den Rechtsdeppen Externet
Es benötigt offenkundig lediglich einer unstrittigen, jedenfalls weit verbreiteten und trotz ihrer weiten Fassung in der Sache gut begründeten Definition, damit die geistig Armen darin einen Grund erkennen, die WHO als Gesamtorganisation zu verdammen und für überflüssig zu erachten, und dies auch ganz unabhängig von den großen Erfolgen, welche die WHO erreicht hat, und auch unabhängig von ihrer großen Expertise bei vielen Gesundheitsthemen.

Externet knöpfte sich eine weitgehend unstrittige Definition vor, die im Rahmen von Gleichgewichtskonzeptionen von Gesundheit eine von beiden Polseiten darstellt. Darum also tauge die WHO nicht. Hochinteressant.

Aber brechen wir doch einmal die Dinge ins Konkrete, manchmal öffnet das die Augen: Nehmen wir einmal ein Kind, das in einer engeren Definition von Gesundheit geradezu rasend gesund ist, dem aber (im Rahmen eines perversen Experimentes) gezielt viele Entwicklungschancen genommen werden. In diesem Experimente werden fast alle sozialen Kontakte des Kindes angewiesen, sich feindselig, distanziert und herabwürdigend gegenüber diesem Kind zu benehmen, das "gesunde" Experimentkind erfährt nur maximal eine Stunde Schulunterricht pro Tag, und dieser beinhaltet nicht einmal die Grundrechenarten oder das ABC. Stattdessen lernt das Kind alles darüber, warum Kanzlerin Merkel so großartig für unser Land ist. Darüber hinaus wird dieses Kind ständig gezielt irritiert, beispielsweise, indem seine Spielsachen verschwinden oder kaputt gehen, und niemand kann das aufklären. Das Kind wird gezielt in monotone Beschäftigungen eingebunden, die ohne vertiefte Sozialkontakte ablaufen. Es könnte z.B. vor dem von Don verwalteten Stadtpallast jeden Morgen gründlich und ausgiebig fegen - womit sich dann auch gleich das Thema Schulbesuch weitgehend erledigt. Seine Ernährung ist gesund genug, damit es nicht direkt krank wird, aber enthält gezielt einige deutliche Mängel bei essentiellen Aminosäuren, damit das Gehirn dieses Kindes sich langsamer entwickelt. Diese Mängel sind aber nie so stark, das das Kind in einem engeren Verständnis von Gesundheit "krank" wird. Dank seiner brillanten Grundkonstitution passt sich das Experimentierkind seiner Situation an, und zwar, ohne in irgend einer Weise im engeren Sinne Krankheitsmerkmale zu zeigen. Es ist nur, sagen wir, etwas reduziert, in seiner Vitalität und Lebensfreude, ohne aber direkt kränklich zu werden.

Wir betreiben dieses inhumane Experiment noch 4 Jahre weiter, unser Kind ist jetzt 11 Jahre alt. Was nun? Wir erhalten dann aller Voraussicht nach ein "gesundes" Kind im engeren Sinne, das lediglich geistig, sozial und emotional reduziert ist und deutliche Entwicklungs- und Vitalitätsdefizite aufweist. Im engeren Sinn ist es ganz ohne Zweifel gesund. Es ist nicht direkt traumatisiert, es bekam immer genug Schlaf und auch genug zu essen. Und auch bei ab nun allerbester Behandlung wird es niemals mehr den Stand anderer Kinder erreichen.

Ist dieses experimentelle Straßenfeger-Kind, trotz seiner unverändert sehr guten Grundkonstitution, nun "gesund" im Sinne eines angemessenen Verständnisses von Gesundheit? Man bedenke: Bei diesem Kind findet sich nicht das allergeringste Anzeichen einer Krankheit. Auch als künftiger Straßenfeger hat es die allerbesten Voraussetzungen, mithin eine gesicherte Pespektive. Ist die WHO-Definition wirklich totaler Quatsch?

Begreifen wir den Begriff Gesundheit etwas weiter und über die "Abwesenheit von Krankheit" hinaus, lässt sich "Gesundheit" auch als eine Ressource für eine Person auffassen, und beinhaltet hier emotionale, physische, soziale, intellektuelle und psychische Komponenten. Dort, wo diese "Gesundheitsressourcen" deutlich und spürbar vermindert sind (wie oben in diesem inhumanen Experiment), dort ist eine Person eben nicht mehr vollständig gesund.

Ganz schön kess ist es ja schon, die WHO-Definition fachlich zu verwerfen, ohne auch nur ansatzweise das Fachgebiet zu überschauen. Wenn man aber weiß, dass die WHO-Definition alles andere als randständig oder irgendwie "neu" ist, und im angelsächsischen Raum den Definitionsstandard darstellt, wie zulässig ist der Schluss von einer Definition auf die WHO insgesamt? Ist das nicht etwas hart geurteilt, von einer Einzelsache, die nicht einmal fachlich falsch ist, auf die gesamte Organisation zu schließen?

Aber nun, folgen wir doch einmal Externet darin, dass die WHO-Definition keinerlei Zweifel zulasse daran, dass die Gesundheitsdefinition der WHO völlig blödsinnig sei und folglich die gesamte Organisation verworfen ist.

(..und behalten wir dabei getrost im Hinterkopf, dass der Mann bei medizinischen Themen schlicht nicht weiß, worüber er redet und schreibt - und im Bereich der Medizin in der Summe bislang nicht einmal die allerunterste Stufe des Banausen erreicht hat)

Gut, dann wenden wir mal diesen Maßstab des Urteilens auf Externet selbst an. Nur kurz, und auch nur rein experimentell. Hat hier irgendjemand den Eindruck, Externet konnte die Argumente, die gegen Wodargs Auffassungen formuliert wurden, überhaupt auch nur geistig verarbeiten und einordnen, geschweige denn, ihnen etwas entgegen setzen?

Nein. Niemand, der bei Verstand ist. Sorry.

Wird das jetzt bei Externet irgendetwas auslösen, außer einer inneren Reaktanz, wird er sich jetzt selbst verdammen, und zwar mindestens in dem großzügigen Ausmaß, mit dem er die WHO in allerdümmlichster Weise kritisiert hat? Natürlich nicht. Und warum ist das so?

Das völlig verblödete Ressentiment wähnt sich immer als Gewinner. Gerade das Nichtvorhandensein von Expertise und Urteilsvermögen ist die Grundlage dieser geistigen Haltung, der jegliches Abwägen und Durchdringen fremd sind. Es akzeptiert alles, was sein Ressentiment bestätigt, und lehnt alles ab, was ihm zuwider läuft.

Wendet man diese Methode nur konsequent genug an, dann lässt sich damit jedes beliebigte Ergebnis erzielen, bis dahin, zum Beispiel, das man an die Existenz von Reptiloiden zu glauben beginnt, sowie daran, dass alle, die diesen Glauben nicht teilen, selbst bereits Echsenenschen seien.Es benötigt offenkundig lediglich einer unstrittigen, jedenfalls weit verbreiteten und trotz ihrer weiten Fassung in der Sache gut begründeten Definition, damit die geistig Armen darin einen Grund erkennen, die WHO als Gesamtorganisation zu verdammen und für überflüssig zu erachten, und dies auch ganz unabhängig von den großen Erfolgen, welche die WHO erreicht hat, und auch unabhängig von ihrer großen Expertise bei vielen Gesundheitsthemen.

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@all
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@avantgarde

Es gibt etablierte Maßstäbe, nach denen eine weltweite Pandemie ausgerufen wird. Hier hinkte die WHO m.E. nur knapp eine Woche hinterher.

Das ist ja schließlich auch ein Politikum. Stichwort: Börsen.

Anfang Januar gab es zu CoV-2 noch nicht einmal Infektionskettenanalysen und der Übertragungsweg war noch nicht geklärt, z.B. die Verbreitung von Mensch zu Mensch, und falls ja, auf welchen Wegen dies vorrangig geschieht.

Am 27. Januar lag dieser Webasto-Fall vor, in den Folgetagen mit weiteren Ansteckungen, und im Prinzip könnte man diesen Vorgang als gelungenes Containment verbuchen. Italien hatte zu diesem Zeitpunkt (man glaubt es kaum) bereits die Grenzen zu China komplett geschlossen.

Die Einschleppungen nach Italien erfolgten dann auf anderen Wegen, u.a. spielte hier ein Fall eine Rolle, der aus Brasilien nach Norditalien eingeschleppt wurde.

(das weiß man inzwischen aufgrund von Sequenzanalysen)

Dieser für Italien so verheerende Einschleppung u.a. aus Brasilien nach Norditalien geschah zu einem Zeitpunkt, bei dem Brasilien offiziell gerade einmal einen einzigen Fall hatte und als "sicher" galt. Anfang bis Mitte Februar zeigten die Eindämmungsmaßnahmen in China eine beachtliche Wirkung und es entwickelt sich weltweit (nicht überall) eine "wir schaffen das"-Stimmung aus, in der vermeintlichen Annahme, dass die westlichen Staaten diese Erkrankung ja wohl genauso gut in Griff bekommen sollte wie die Krisenregion Wuhan und der Rest von China.

Wie wir heute wissen, war das alles falsch, und Sylter ist inzwischen um einige nette Geldbeträge wohlhabender.

Spätmitte Februar wurde von einer hier vielen bekannten Person zur Flucht in (!!) die Lombardei geraten sowie zum Kauf von Silber. Kursverlust bei Silber beträgt seitdem rund 30 Prozent.

Das alles ist pures Glück meinerseits, dass ich diesen Silberfimmel nicht habe. Ich riet stattdessen zum Verkauf von Apple, ohne mich an meinen eigenen Tipp zu halten (das sind die größten Schufte übrigens) und Sylter wiederum handelte.

Das Einzige, wo ich etwas weitblickender war als andere, das bestand darin, dass ich zum großen Verdruss von Don seine Fluchtpläne wortreich und sehr ausdauernd kritisierte (das trägt er mir vermutlich bis heute noch nach), und zum schnöden "Zuhausebleiben" riet. Sehr viel mehr tat ich aber nicht, statt aber meine - gewisse - Voraussicht auch nur einigermaßen zu nutzen außer für Hamsterkäufe, die ich Mitte Februar bereits abgeschlossen hatte (mit Ausnahme von OP-Masken, die da schon vergriffen waren).

Noch deutlich hellsichtiger war hier nur Frau Jottes, die schon Anfang Januar, auch aufgrund ihrer besonderen Kenntnis von China und der SARS-Epidemie, sich mit Desinfektionsmitteln und wohl auch Masken ausreichend eindeckte. Oh, und was Don betrifft, er hat am 29. Februar, eventuell sogar auch schon einen Tag zuvor, sich umentschieden, nicht ohne diese notwendige und für ihn schwierige Entscheidung als eine Art "Verrat" zu empfinden. Aber immerhin, er löste sich von diesem Irtum, und dies halbwegs schnell. Wir alle irren uns von Zeit zu Zeit.

So haust er nun also gemeinsam mit uns in diesem "Merkeldeutschland", in dem infektionsbedingt immer weniger gut ist und stimmig. Und wir alle machen uns Sorgen vor der Katastrophe, die wir in spätestens 2 Monaten aus der Nähe betrachten können.

Was lernen wir daraus?

Gegen zögerliches Handeln trotz halbwegs guten Schädels (Beispiel: Dean) und schlichten Fehleinschätzungen (eigentlich fast wir alle) stehen sehr, sehr wenige Fälle von Menschen, die Anfang Februar schon wussten, was kommen wird.

Die Epidemie hat uns alle überrollt. Auch Experten und Politiker. Anfang März freute sich die versammelte Finanzwelt noch über angekündigte Konjunkturpakete und ließ daraufhin die Börsenkurse steigen!

Perfektion ist tatsächlich selten. Hellsicht betreffs der Zukunft noch seltener.

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Auf den "Psycho"-Kommentar Dons hin:

LOL

Das sagt der Mann, der nicht nur ständig Verschwörungstheorien gegen "Relotiusmedien", das RKI und die WHO verbreitet, aus dem tiefen Raum des ressentimentestarken Blödianseins und Nichtskapierens, sondern auch ständig (heute noch!) den Berlinern die Flucht aus der Stadt empfiehlt, einer epidemiologisch komplett idiotischen Idee, und selbst die Flucht vor der Infektion (als sei das die Pest) vor genau einem Monat hier breit erörterte.

In die Lombardei! Statt einer Korrekturnotiz löscht er aber kommentarlos seine alten Beiträge, in der Hoffnung, dass sich niemand mehr daran erinnert.

Wer ist hier bitte "Psycho"?

P.S.
Am 25. Februar hat er sich endlich umentschieden. Seitdem hasst er mich noch mehr. Indes: Es ist nicht alles falsch, was Don erzählt, plaudert und verbreitet.

Einiges aber eben doch.

Die harmlose Plauderei über die Sachebene, bei der wir alle dazu lernen, das ist und bleibt harmlos. Es ist sogar nützlich. Und natürlich, auch ich lag bei einigen Dingen am Anfang ziemlich falsch. Und sicher auch noch am 22.02.2020.
You can easily judge the character of others by how they treat those who can do nothing for them or to them. - Malcolm Forbes


Hilfreicher Link: https://pin-up-docs.de/wp-content/uploads/2020/03/Intensiv-COVID19.pdf

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"Brandbeschleuniger" in der Region Bergamo scheint wohl das Champions League Spiel Bergamo gegen Valencia gewesen zu sein (in Mailand ausgetragen).

Und noch am 8. März (!) war die Allianz-Arena beim Spiel Bayern gegen Augsburg voll. Das fand ich wirklich unfassbar.

Und IOC-Volldepp Bach will noch immer die Spiele in Tokio austragen (wird sich wohl in den nächsten Tagen erledigen).

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@Avantgarde

Ja, das viel zu lange Austragen eng gedrängter Veranstaltungen ist enorm tragisch. In meinen Modellierungen (recht einfaches Modell, aber ulkliger Weise nicht völlig gaga) spielt die Nähe der Zuschauer bzw. Veranstaltungteilnehmer eine riesige Rolle.

Man geht unter Virulogen z.Zt. davon aus, dass unter kontrollierten Bedingungen und 2 Meter Abstand die verteilten Aerosole und Droplets im Regelfall nicht mehr genügend Virusmaterial enthalten, um ansteckend zu sein.

Nur: in der Kurve, da haben wir schon sehr viele Zuschauer in diesem Radios, und das gemeinsame Brüllen und Rufen alleine, das genügt bereits völlig ausreichend zur Produktion infektiöser Droplets.

Dann landet z.B. so ein Tröpfchen in den Haaren der Zuschauer vor dem Erkrankten, und die reiben sich die Viren dann früher oder später in die eigenen Schleimhäute.

Tragisch. Sehr tragisch.

Ich würde tippen, dass bei solchen Freiluftveranstaltungen, ein Erkrankter binnen zwei Stunden im Schnitt rund 20 bis 30 unmittelbare Folgeerkrankungen erzeugt. Und dazu muss Derjenige nicht einmal Husten haben.

Und eine oder zwei Wochen später gehen diese Angesteckten wieder ins Stadion und sorgen dann selbst wieder für weitere Ansteckungen.

Hrmpf.

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@pudelfriseur

Warum zieht sich die Wirkung von Maßnahmen hin und wird zugleich teils sogar recht schnell zu Teilen sichtbar?

Aus zwei Gründen:

1. Weil die Inkubationszeiten streuen. Gar nicht mal so selten liegen sie bei 3 oder 4 Tagen. (Median: 5,2 Tage) Und gar nicht mal so selten wird in D binnen 2 Tagen getestet (inkl. Eingang in die Fallstatistik).

Das bedeutet, dass sich die Maßnahmen teils schon nach 7-9 Tagen auf einen Teil des Neuerkrankungsaufkommens auswirken. Mit jedem Tag mehr steigt natürlich diese in den Zahlen (hoffentlich) zu sehende Bremswerkung an.

2. Weil Politik (Beispiel Berlin: Clubschließungen) und Bevölkerung (soziale Distanzierung) bereits vor 2 und 3 Wochen reagiert haben. Sogar die feierfreudige, tendenziell staatsverachtende Jugend Berlins, siehe:

https://www.spiegel.de/politik/ausland/corona-krise-in-iran-wie-propaganda-und-sanktionen-die-lage-verschaerfen-a-120da172-4b1b-4d13-82b1-b36928cf82b4

Wie lange zieht sich die Bremsung hin?
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Aufgrund der Streuungen bei a) Inkubationszeit b) Erkrankungsfeststellung c) Testung bzw. Krankenhauseinlieferung zieht sich der volle Aufbau der Bremswirkung bis zu 3 Wochen, teils gar 4 Wochen hin, und das sogar auch bei den allerbesten Reaktionen von Politik und Bevölkerung.

Dazu einfach mal drei Beispielfälle:

a) Risikopersonkontakt (bekannter Erkrankter) mit Expositionszeit von deutlich oberhalb von 15 Minuten. Erkrankung erfolgt bereits am 4 Tag, der/die Betroffene ist vorgewarnt, geht sofort zu einer Testambulanz, erhält nächsten Tag Anruf vom Gesundheitsamt, Positivfall, Selbstisolierung, Fall ist im flotten Berlin und nicht im lahmen Bayern, sodass die Fallübermittlung an das RKI elektronisch erfolgt, Fall zählt schon am 6 Tag in der Statistik.

Das ist sehr flott, das alles. In der Summe eher unwahrscheinlich, aber es kommt vor. Wenn solche Fälle vermieden werden, wirkt sich das schon nach 6 Tagen in der Statistik aus.

b) Fall wie oben, Inkubationszeit 6 Tage, der/die Betroffene schaltet aber nicht und missversteht den trockenen Husten und die diesmal vorliegenden Störungen des Geschmacksempfinden als "einfache Erkältung". Nach weiteren 9 Tagen (nicht untypisch) bereits schwere Atemprobleme, Einlieferung ins Krankenhaus, Positivtestung im Klinikum Krumenauerstraße, wegen verschnarchter lokaler Behörden (Gesundheitsamt quasi im Zustand der Nachkriegszeit) erfolgt die Aufnahme in der RKI-Statistik erst nach 4 Tagen.

Hier sind im Vergleich zum ersten Fall zusätzlich 2 Wochen Zeit vergangen, in der Summe fast 3 Wochen. Das dürfte, in teils anderen Fallkonstellationen, nicht einmal sonderlich unüblich sein. Viele Erkrankungsfälle tauchen erst dann auf, wenn die Erkrankten Atemprobleme haben, und deshalb beim Hausarzt oder Krankenhaus vorstellig werden.

Um es ganz hart so sagen: Der Erfolg bei den Maßnahmen wird erst nach 3 Wochen voll sichtbar, denn die Fälle mit unklaren Infektionsketten machen bereits die weit überwiegende Mehrheit aus, sodass in diesen Fällen die Testung auch überwiegend erst spät (mit Krankenhauseinlieferung) erfolgt.

c) Ein Fall auf grund von "community spread": Ansteckung erfolgte (mit viel Pech, da durchaus etwas unwahrscheinlich) beim masken- und schildlosen Einkauf im Lebensmittelsupermarkt. Der/die Betroffene ist aus Langeweile jeden 2. Tag, teils sogar häufiger, Einkaufen gegangen.

5 Tage Inkubationszeit, der/die Betroffene hat sich nur eine sehr geringe Virenlast eingefangen, und die sich über die Augenschleimhäute (Lid) eingerieben, was den Erkrankungsfortschritt zusätzlich abbremst. Die Erkrankung beginnt extrem mild, kaum spürbar, wird verkannt, erst nach 14 Tagen kommt es zu Atemproblemen. Teils hat sich schon die Autoimmunreaktion des Erkrankten aufgebaut, was den Erkrankungsfortschritt abbremst, auch die Atemprobleme halten sich somit in Grenzen. Am 21. Tag trifft der/die Betroffene zufällig die Hausärztin beim Einkaufen, man unterhält sich, wird nachdenklich, lässt sich testen, weil die Hausärztin darauf drängt. Positiv-Fall, Einlieferung ins Krankenhaus. Zunächst 3 Tage Beobachung, da der Fall zu unspezifisch ist, dann Test. Positivtestung. Meldung bis zum RKI benötigt noch einmal 3 Tage Zeit, Wertung erfolgt erst am Folgetag.

Hier hat sich das Geschehen sogar knapp 4 Wochen hingezogen bis zum Auftauchen in der Statistik. In der Summe ist das alles nicht ganz wahrscheinlich, aber auch so etwas kommt vor.

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Na ja. Bei alldem darf man nicht vergessen dass dies eine zwar hochinfektiöse Art von Grippe ist, die aber sehr leicht verläuft. So leicht dass vielleicht die meisten Betroffenen das gar nicht merken weil sie keine stark belastenden auffälligen Symptome haben. Und dass der Lock-down nur dazu dienen kann die Ausbreitung so zu verlangsamen dass stark Betroffene einen Behandlungsplatz finden können. Nicht weniger, aber bitte bitte auch nicht mehr, und auch nicht länger.
Ich habe bei Gesprächen hier den Eindruck dass die meisten Leute denken der Virus würde damit „gestoppt“. Das ist ganz falsch.
Was eigentlich bleibt ist eine erzwungene Standortbestimmung über die eigenen Möglichkeiten sich rechtzeitig und richtig in einem Umfeld zu informieren in welchem geschätzte 80% aller Medenangebote (inklusive sozialer Medien) Fake News bzw. Verschwörungsnarrative sind. - Dieser Obstblog war unnütz. Rainer Meyer hat den vergammeln lassen. Und wird vermutlich die Kurve damit nicht mehr kriegen.
Ich rate daher dazu mit dem Versuch aufzuhören da gegen seinen Willen aufzuschlagen. Ehrlich: sieht peinlich und devot aus. Die Reichweite ist nicht so dass sich das lohnt.

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Hihi, gerade in diesen Zeiten sollte man schon auf die Gesundheit achten. Auch die der Nebennierenrinde. Sie meinen aber das Mark, wo das Adrenalin ist. ;-)
Bedenken sollten Sie und FDD, wenn Sie sich auf Rainer Meyer beziehen, dass er Ihr Verhalten als Bestätigung seiner Relevanz betrachten dürfte. Und die Mehrheit des Publikums dort auch. Für mich mehrheitlich eher gesellschaftliches Gammelfleisch. Leute, die nichts mitkriegen, sich keine unabhängige Meinung bilden, Geschmack und Manieren vermissen lassen resp. deren Abwesenheit durch Stillhalten dulden. Ich fokussiere mich nicht auf Rainer Meyer als Journalist sondern schaute auf seine Rolle als Blog-Herausgeber. Da scheint er ein Versager zu sein. Wobei ich nicht weiß ob heute das alte Qualitätsniveau von, sagen wir: 2010, noch möglich wäre. Ich habe das aus genannten Gründen mal eine Woche lang probiert. Ein Flop. Da ist nichts. Ein kleiner Nadsie wirbt als Infuencer für rechte Scharlatane, aber ohne jedes Feedback. Ein Berliner Dienstmädchen fährt jetzt einen BMW. Auch keine Reaktion. Komische Art seine Zeit totzuschlagen. Über die Schnapsleiche aus Sylt muss ich kein Wort verlieren.
Wenn man sich für geopolitische Themen interessiert kann ich https://www.moonofalabama.org nur empfehlen. Ein Hamburger anti-imperialistischer Journalist, das Blog ist englisch, hat einige beachtliche Kommentatoren versammelt, jede Menge toller weiterführender Links. Zu Corona schon sehr früh auch die kompetenten Fachtips. Daher spende ich regelmäßig. Der ist sein Geld wert. Anders als bei Rainer Meyer. Oder einem Frank Lübberding, der viel bessere Tage gesehen hat. Dafür gibt es auf deutsch noch https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/ , empfehlenswert. Man gönnt sich ja sonst nichts.

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...für über 70Jährige Ausgehbeschränkungen
Wer schlägt das vor?

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Danke, aber ich sehe da niemandem mit solch einem Vorschlag. Man kann ja soo leicht etwas übersehen. :-(

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Wäre rechtlich kaum durchsetzbar. 70jährige sind ja nicht infektiöser als 69jährige.

Ebenso gut könnte man 80jährigen den Ausgang verbieten, weil die ja viel öfters stürzen und einen Schenkelhalsbruch erleiden.

Oder hat die Orbanisierung Deutschlands schon eingesetzt?

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Danke, habe es gefunden, der LInk ging noch. Der Hammer ist dabei ein bestimmter Punkt (ich weiß sehr wohl warum ich das Chloroquinon-Thema so ernst genommen habe, man braucht kein strategisches Genie sein): es gibt solch ein Medikament. Patent längst abgelaufen, uralt, unerfreulich wegen der Nebenwirkungen, hat sich bewährt was sich in 8-10 Tagen auch durch massenhaft vollzogene weitere Tests bestätigen lassen wird. Aber es ist leider (?) nix aus der ultra-neuen Anti-RNS-Viren-Küche, mit denen die Pharmafritzen jetzt das große Geld machen wollen. Wie kann man in dieser Situation, wo es mindestens ein Mittel bereits gibt, formulieren „ Die Nationale Akademie der Wissenschaft Leopoldina setzt eine Entwicklungszeit von vier bis sechs Monaten für Medikamente und von neun bis zwölf Monaten für Impfstoffe an.“? Der helle Wahnsinn. Wie in Frankreich: https://asiatimes.com/2020/03/why-france-is-hiding-a-cheap-and-tested-virus-cure/ - Mein Schwager hat als junger Mann vor Jahrzehnten diesen Professor Didier Raoult mal live erlebt. Stilisiert sich gerne als der Außenseiter, der natürlich immer von der bösen Schulwissenschaft geschnitten wird. Es gibt viele davon. Rainer Meyer sieht sich ja auch als „Rebell“, ein Schenkelklopfer. Aber der Mann macht respekable, vorzeigbare, überprüfbare Arbeit. Boah, jetzt habe ich Adrenalin - Ein Exit kann nur sein: Mitte Ende April den Lock-down Schritt für Schritt zurück nehmen, auch die Flugverbindungen wieder zulassen, die Bevölkerung wird natürlich nach und nach mit diesem Virus durchseucht, die Meisten werden vermutlich davon nichts merken wenn sie es haben, und für die Notfälle sind die Krankenhäuser da. Eine kritische Diskussion, wie die verlinkte bei den Schweizern, zeigt ja auch wie differenziert man beim Interpretieren von Todesraten sein muss. Schade bloß dass es schwer sein wird gegen solche wirtschaftliche und politische Interessen eine Öffentlichkeit zu finden. Wenn der Herr Meyer seinen Blog nicht zur Belanglosigkeit hätte verkommen lassen wäre das ein Kieselsteinchen leichter. Hatte nur einmal geklappt: beim Fall Mollath. Sonst war es meiner Erinnerung nach banal. „Darf es noch eine Tasse Tee sein?“
Die in diesen Text eingeschlossene Demagogie aufzufinden könnte man in einem niveauvollen Blog durchaus leisten:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/chloroquin-was-kann-das-von-donald-trump-gepriesene-malaria-medikament-a-22871d8a-e26b-4e2d-ace0-7292be202484
Aber nicht mit bildungsfernen Alkoholikern aus Sylt.

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„Er hat sich vor wenigen Tagen größere Mengen "gesichert", was immer das bedeuten mag.“
Das bedeutet dass man es in Berlin auch auf Rezept nicht kriegt. Es sei komplett an die Krankenhäuser verteilt worden (Stand: 20.3.2020).
Das sind die alten dreckigen Anlagen die in Deutschland durch die Öko-Bewegung ins Gerade gekommen sind. „Old School“: 1 kg Produkt, 9 kg hochtoxischer Sondermüll. Nicht wirtschaftlich das hier zu optimieren. Im Mittleren Osten gilt die Devise „We have enough people“, wie bei uns früher auch. 1880 hat man bei den Farbwerken Höchst mit Holzpaddeln in Bleigefäßen Steinkohleteer mit Schwefelsäure verrührt und reagieren lassen. Die Lebenserwartung war dann rund 30 Jahre. Aber Arbeitsplätze halt.
In diesem speziellen Fall, falls sich die erhoffte Wirkung einstellt und die positiven Beispiele wiederholt werden können, nähme man das 5-7 Tage. Verständlich dass in dieser besonderen Situation vorherige placebo-kontrollierte Studien nicht möglich sind. Wie dem auch sei: um aus dem Lock-down rauszukommen braucht man flink wirksame Medikamente. Ich fordere ja nicht dass es Chloroquinon sein muss. Ich sage nur dass es offenbar in diesem Moment das einzige zu sein scheint. Vielleicht sieht das in 10 Tagen anders aus? Und dass ich davon enttäuscht war dass man auf einem Blog keine n rationalen Diskurs zur Klärung dieser Fragen hinbekommen konnte. War für mich Zeitveschwendung. Nur gut dass ich vorgebaut hatte. Und viel lieber ist mir darauf gar nicht zurückgreifen zu müssen. Weil es mir, falls Corona auftaucht, so gehen würde wie diesem Patienten, den man gestern nach 14 Tagen entlassen hat und der gar nicht glauben wollte dass er überhaupt krank war. Dabei hatte er eine Corona-Infektion auskuriert.

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@" Ich fordere ja nicht dass es Chloroquinon sein muss. Ich sage nur dass es offenbar in diesem Moment das einzige zu sein scheint. " ---- Ganz falsch. Chloroquin, das ich aus eigenem Erleben noch aus Tropenurlauben kenne (Malariaprophylaxe) in Kombination mit Camostat Mesilate und diversen Aids- und Ebola-Virostatika, und zwar als Mix, nicht separat.

Das lauft dann allerdings unter Umständen auf das Problem hinaus "Die Infektion ist besiegt, jetzt kommt es darauf an, ob Patient/in die Chemo überlebt."

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che2001, Freitag, 27. März 2020, 11:41 PM

Danke! Huh, ich hatte Chloroquin vor Jahrzehnten, wohlgemerkt nur das, nach einigen Tagen wegen der Nebenwirkungen abgebrochen. Und hoffe dass ich es gar nicht brauchen werde.

Bei späteren Versuchen mit neueren Malariamitteln hat meine Leber auch signalisiert dass sie die nicht mochte. Vom Arzt kam dann der gleiche Spruch. Die Frage sei was schlimmer ist, die Krankheit oder dieses Zeug. In SO-Asien hatte ich Glück, immerhin in NO-Thailand. In Madagaskar trank ich täglich Papayablätter-Tee, der gegen die dort vorhandenen Erreger wirksam sein sollte. Hat geklappt, aber vielleicht habe ich nur Glück gehabt? - Jetzt bin ich erst mal gespannt was bei den weiteren europäischen Tests, auch von Chloroquin, herauskommt.

Weil ein Ausschleifen des Lock-downs mit der Option die schweren Fälle zu behandeln und dann zuzusehen wie das Virus sich weiter verbreitet, bis vielleicht in einem Jahr eine vertretbare Impfung kommt, die zur Zeit einzige realistische Möglichkeit zu sein scheint. Sage ich mit den Informationen
von heute. Vielleicht sieht es ja morgen schon wieder anders aus? ;-)
Ich empfehle unbedingt diesen Lichtblick 2x am Tag oder so ansehen zu wollen.
https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/
Wenn man sich Inhalte und Tonlage der MSM ansieht sind wir wohl in einer Massenhysterie. Wobei das Tragen von Masken im Bus oder kleinen Geschäftsräumen ja eine gute Idee ist.

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Die Nebenwirkungen von Chloroquin habe ich ebenfalls gut im Gedächtnis - Übelkeit, Kopfschmerzen, Herzrasen, Kotzen sobald man ein Glas Wein getrunken hatte - für Risikopatienten die z.B. Tachyarrhythmie haben können die dann ebenso gefährlich wie der Virus selber sein. Deshalb kann man auch kein Inteferon einsetzen: Es bekämpft Viren und Krebszellen durch maximale Mobilisierung der Immunabwehr, das bedeutet aber dass bei Coronapatienten die schon 40 Fieber haben die Körpertemperatur auf 42 geht. Ich habe seinerzeit im Uniklinikum Göttingen gesehen wie Patienten die mit diesem Mittel behandelt wurden in Badewannen voller Eiswürfel gelegt wurden.

Chloroquin ist auf dem deutsche Markt nicht mehr vorhanden weil es schon seit 1990 durch das verträglichere Lariam abgelöst wurde, genauso wie vorher Chloroquin Chinin ersetzt hatte.

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che2001, Samstag, 28. März 2020, 12:16 AM

(Nochmals: Chloroquin erschien mir sinnvoll als Übergangslösung für die nächsten Tage, in denen wesentliche Informaionen fehlen und die Ergebnisse der Massentests verschiedener Mittel noch nicht da sind - falls da was passiert)

Herzlichen Dank!Copy-and-Paste, würde das jedem Arzt geben der das im Fall des Falles anwenden würde. Den Hinweis, dass man vorher die Leberwerte prüfen muss, hatte ich ja gegeben. Was machen Sie eigentlich berufliich?

Ansonsten scheinen die Daten u.a. den Professoren Bhakti und Wodarg recht zu geben.
„Kernthese von Herr Dr. Wodarg:
„Die Anzahl der Coronainfizierten steigt nur wegen der erhöhten Anzahl an Tests.“
https://coronadaten.wordpress.com/

Der Lock-down ist vermutlich dennoch sinnvoll. Aber nur wenn er begrenzt ist und Konzepte entwickelt werden wie die Schäden auszugleichen sind. Freiheit für 70+-Jährige ist vermutlich ein Nutzen und kein Schaden.

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@"Was machen Sie eigentlich berufliich? " ----- Ich bin Vermögensberater, aber studierter Historiker der zur Fachgeschichte der Humanbiologie promoviert hat.

Meinen Zivildienst hatte ich im Uniklinikum Göttingen abgeleistet und dabei Vorlesungen in Medizin besucht und an Ärztekolloquien teilgenommen. Im Rahmen meines späteren Promotionsprojektes stand ich jahrelang im engen Austausch mit Anthropologen, Medizinern und Humanbiologen.

Und ich habe zwei Jahrzehnte als Journalist u.a. zu Wissenschaftsthemen gearbeitet.

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che2001, Samstag, 28. März 2020, 6:08 PM

Herzlichen Dank dafür dass Sie mir meine Neugier vergeben haben. Die Hinweise zu Chlorquinon fand ich nämlich ausgezeichnet! Aber ich habe mir angewöhnt, wie Sie gewiß längst auch, immer zu versuchen die Person und ihren Hintergrund hinter einer Stellungnahme zu sehen. Erst recht wenn von der Validität des Hinweises einiges abhängt.
„Fachgeschichte der Humanbiologie“ ist sicherlich ein spannendes Thema. Damit sind Sie quasi der amtliche Schiedsrichter bei Fragen des Biologismus.
Die Zeiten, in denen man so etwas auf erträglichem Niveu in Blogs diskutieren konnte, sind nach meinem Eindruck aber wohl vorbei. Mehr als schade, da dieser Biologismus durch die Hintertür wieder reingekommen ist.
Dann will ich Ihnen und uns allen ein quasi „symptom-angenehmes“ Covi-19-Erlebnis wünschen. So wie es aussieht wird es wohl fast alle von uns erwischen bevor es eine Impfung gibt. Für mich selber wünsche ich mir Bewegungsfreiheit auch für 70+. ;-)

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Meine medizinischen Kenntnisse beschränken sich auf Zivildienst im Rettungsdienst... aber da lernt man viel und vergisst nicht.

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avantgarde, Samstag, 28. März 2020, 8:12 PM

Kein „aber“. Das ist m.E. eine wesentliche Einsicht und Perspektive. Ganz anders als wenn man nach dem Abi direkt Medizin studiert. Die brauchen oft Jahrzehnte bis sie verstehen dass Patienten eine andere eigene Sicht und Interessenlage haben und dass das Krankenhaus nicht die Fortsetzung der Uni/Ausbildungsklinik ist.

che2001, Samstag, 28. März 2020, 6:08 PM

Faszinierend (will ich aber nie haben!)
Die Sache mit dem Einlegen in Eiswasser weil die Temperatur sonst nach oben durchgerutscht wäre durch eine extrem starke Immunreaktion habe ich erst zum zweiten Mal in meinem Leben gehört. Beim ersten Mal hat das dem Patienten das Leben gerettet. Man dachte er stirbt weil das Fieber immer weiter nach oben gegangen war.

29.3.2020
Auch heute lohnt es sich wieder das Update hier zu verfolgen:
https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/
Mal sehen wie lange es dauert bis wir zu Vernunft kommen und diese dann hegemonial machen können. Worauf es ja ankommt.
@schrotsaege: neugierdehalber mal nachgesehn in der „Obstkiste“. Ich bleibe bei meiner Einschätzung. Das war's. Irrelevant. Dass Rainer Meyer das wieder sozusagen hochziehen kann glaube ich nicht.

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Fast alle erwischen..... Ich behaupte mal dass wir privilegiert sind. Noch nie eine bessere Virologie als heute. Bei HIV dauerte es von der ersten Todesfällen bis zur Identifikation des Virus 4 Jahre, diesmal waren es Wochen. Und zum Thema Pandemie: Pest in Form des Schwarzen Todes 70 % der Bevölkerung infiziert, Todesrate der Infizierten 90%. Die wären überglücklich gewesen unsere Probleme zu haben.

Was Biologismus angeht: Meine Dissertation beschäftigte sich mit der Nachkriegskontinuität der NS-Rassenhygiene in den Humanwissenschaften und deren Funktionalisierung für Weltbilder der Neuen Rechten. Insofern ins Schwarze getroffen.

Ansonsten habe ich unbehandelt die Cholera überstanden (in der Wüste Brunnenwasser getrunken um nicht zu verdursten), ich glaube mein Immunsystem ist ziemlich gut.

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https://che2001.blogger.de/stories/2759441/#2759466

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che2001, Sonntag, 29. März 2020, 12:16 AM

Schade dass ich Ihre Mailadresse nicht habe. „Ansonsten habe ich unbehandelt die Cholera überstanden (in der Wüste Brunnenwasser getrunken um nicht zu verdursten),..“ - da habe ich noch eine Geschichte die ich hier aber nicht wiedergeben kann um mich nicht zu outen. Mit dem Brunnenwasser haben Sie vermutlich einfach nur Schwein gehabt.

Eine Bekannte teilte mir das Ergebnis einer Mini-Umfrage in einem Biologie-Grundkurs an einer gymnasialen Oberstufe mit. Gefragt war was „arisch“ denn sei. Antwort von 90% der Befragten:die biologische Fachbezeichnung für die Mehrheit der Deutschen. Wo bleibt da die unbeschädigte Tischkante?

Corona: jetzt kommt es darauf an schnell und massenhaft mit Hilfe verbesserter Antikörper-Tests zu ermiteln wie hoch die Verbreitung dieses Virus im Land überhaupt ist. D.h. auch ob die gegenwärtigen Maßnahmen nicht völlig überrissen sind.
Und natürlich ein auskömmliches Medikament für schwere Fälle vorzustelleln. Ein wichtiges psychologisches Mittel im Moment nach meinem Dafürhalten.
Politisch sollte es gelingen das eklatante vollständige Versagen jeder Art von Rechtspopulisten herauszustellen. Die Führungssucht eines guten Teils des Publikums jetzt zu „entlarven„ wird wohl nicht gehen.

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@gelegentlich

So interessant ich die Sache mit dem Antikörpertest auch finde: Ich bin völlig sicher, schon alleine schon vom epidemiologischen Geschehen her, dass bislang erst höchstens 5 Prozent (und das ist schon ein sehr großzügig bemessener Wert) der dt. Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert ist bzw. war. Ich tippe da auch eher auf 1,5 bis 2 Prozent.

Das bedeutet: Der Hammer kommt noch. Leider. Es wird unschön, sehr unschön. Vor zwei Wochen hatten wir rund 900 Neuerkrankungsfälle am Tag, einen Tag später (auch wegen Meldeverzug) schon 1.800 Fälle.

Rechnet man, dass die tatsächliche Erkrankungsrate etwa mit dem Faktor "10" höher ist, kommt man für die Zeit von vor zwei Wochen, auf eine ganze Woche bezogen, auf rund 100.000 Neuerkrankungen.

Gelangt davon auch nur 10 Prozent davon ins Krankenhaus (es werden eher mehr sein), dürfen wir schon diese Woche mit einer erheblichen Belastung unserer Intensiv-Stationen rechnen, und eine Woche später mit einer Überlastung.

Die Sterbefälle allein für die kommende Woche könnten 3.000 bis 5.000 betragen, und der Anstieg wird in den Folgewochen weitgehend exponentiell sein, allerdings mit abflachenden Verlauf, ähnlich wie in Italien jetzt.

ad Hydrochlorquinon/Chlorquinon
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Die Studienlage in Bezug auf SARS-CoV-2 ist z.Zt. sehr widersprüchlich. Es findet sich dort z.Zt. alles zwischen "könnte wirken" bis "keine Wirkung".

Drosten hatte sich dazu auch ausgiebig geäußert, und zwar hier:

https://mediandr-a.akamaihd.net/progressive/2020/0326/AU-20200326-1252-4100.mp3

Immerhin wird es (aber etwas seltener als ein anderes Medikament) an einigen deutschen Unikliniken eingesetzt. Es wird hier in einem mittelfrühen Stadium über 5 Tage hinweg gegeben. Das Zeug ist allerdings ein richtiges Teufelszeug, und man muss dabei die kummulative (!!) Höchstdosis unbedingt beachten.

Sonst stirbt man nicht an Covid-19, aber eben genau daran...

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first_dr.dean, Sonntag, 29. März 2020, 11:11 AM

„So interessant ich die Sache mit dem Antikörpertest auch finde: “ - Nö. Nicht einfach interessant. Das ist die einzige mögliche Methode festzustellen wieviele Leute das Virus schon hatten. Dumm ist nur dass offenbar die vorhandenen Tests nicht gut genug sind. Sie zeigen offenbar viel zu geringe Werte, ca. 30%der Antikörper an welche da sind. Wir wissen heute nur dass wir nicht in der Phase exponentieller Ausbreitung sind. Da, wo man gemessen hat, in Vo/Italien, ist Covid-19 bei 60-75% der Letue symptomfrei verlaufen. So wie beim Bericht eines der ersten deutschen Kranken: der wurde laufend auf den Virus getestet, hatte ihn nachweislich. Aber er hatte weder Fieber, Husten noch sonstwas und konnte gar nicht glauben dass er „krank“ gewesen sein sollte. - Was die Regierung tut finde ich richtig um die Panik zu beruhigen. Aber es wird auch Zeit endlich richtig zu messen, massenhaft, und dann rational die Frage anzugehen wie lange das noch gehen soll. Ein auskömmlich verwendbares Medikament wäre auch nicht verkehrt, auch psychologisch. Das hier ist aber m.E. wichtiger:
https://swprs.org/open-letter-from-professor-sucharit-bhakdi-to-german-chancellor-dr-angela-merkel/

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first_dr.dean, Sonntag, 29. März 2020, 11:11 AM
„Drosten hatte sich dazu auch ausgiebig geäußert, und zwar hier:
https://mediandr-a.akamaihd.net/progressive/2020/0326/AU-20200326-1252-4100.mp3
Immerhin wird es (aber etwas seltener als ein anderes Medikament) an einigen deutschen Unikliniken eingesetzt.“

Ich nehme an Drosten weiß auch medienmäßig was er tut. Diesbezüglich kein dummer Junge ist. Dann ist seine Bewertung der Berichte von Raoult eine demagogische Frechheit. Der hat nämlich keine Studie gemacht sondern schlicht Leute behandelt und kurz darüber berichtet. Und wurde dann von Macron-nahen Lobbyisten würst angerempelt.
https://asiatimes.com/2020/03/why-france-is-hiding-a-cheap-and-tested-virus-cure/?_gl=1*rx8pfk*_ga*YW1wLUJ1VWZLcjFHYkNGV25NUkM4dXJBeXc.
Auf die heftigen Nebenwirkungen von Chloroquin hatte ich selber schon woanders am 29.2. hingewiesen, als die Studie von 2005 gesehen hatte. Ein Notgroschen von dem man nur hoffen kann dass man ihn nicht braucht. che2001 hat das hier ja eindrücklich bestätigt.

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gelegentlich2020, Samstag, 28. März 2020, 10:24 PM

Ja das stimmt wohl. Und was "Triage" bedeutet weiß ich seit dem Oktoberfestattentat. Unser Rettungswagen war einer der ersten vor Ort.

Und am nächsten Tag der Staatsschutz an der Wohnungstür, mit recht nachdrücklich geäußerten "Ratschlägen" zur freien Meinungsäußerung.

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An die Nebenwirkungen von Resochin (Malariaprophylaxe) erinnere ich mich noch gut.

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(Technische Frage)
Vor einigen Tagen hatte @schrotsaege hier was über die Ausgangssperre in Neustadt/Dosse in Brandenburg berichtet. Den Kommentar kann ich auch im Archiv nicht finden.
Wird der auch hier gelöscht? ;-)

avantgarde, Sonntag, 29. März 2020, 1:20 PM

Moment mal: am nächsten Tag war vom Neonazi-Hintergrund des Attentats doch gar nichts bekannt. Wenn da so sensibel und schnell reagiert wurde heißt das doch eigentlich... :-(

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gelegentlich2020

Die wussten viel was sie an diesem Tag noch nicht wissen sollten. Schließlich wollte Strauß ja Bundeskanzler werden. Und an der Haustüre pappte ein STOPPT STRAUSS Aufkleber.

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@schrotsaege, Sonntag, 29. März 2020, 4:22 PM
Danke, aber warum war das in diesem Blog nicht mehr auffindbar?

avantgarde, Sonntag, 29. März 2020, 4:27 PM

„Die wussten viel was sie an diesem Tag noch nicht wissen sollten.“

Au backe! Das heißt dann wieder einmal dass jahrzehntealte Verschwörungstheorien über die Zusammenarbeit zwischen Neonazis und „Sicherheitskräften“ wahrhaftig waren?

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Es war jedenfalls klug, als Zivildienstleistender die Klappe zu halten.

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schrotsaege, Sonntag, 29. März 2020, 4:22 PM

„PS.: Sowohl beim Don als auch hier lösche ich selber hin und wieder einen Beitrag. Sei es, daß er mir nicht mehr gefällt, sei es, daß ich nicht zur Unterhaltung in der Obstkiste beitragen, sondern nur dem Don ein paar Takte sagen will.“

Danke! Man lernt dazu. Meine Einschätzung der Obstkiste hat sich m.E. bestätigt. Da ist nichts mehr, ein herunter gekommener Blog, a la rechter Faulturm. In dem leben streng anaerobe Archaebakterien. Also unter striktem Sauerstoffausschluss. Derlei Belangslosigkeiten sind nicht mal für die AfD interessant. Meine Nase sagt mir (also reine unbegründete Vermutung) dass Meyer fühlt die Nummer bei der Welt könnte auch bald zu Ende gehen. Inhaltliche Stagnation, viele der dort Aufschlagenden abonnieren das Blatt ohnehin nicht. Dann stünde er da mit nichts in den Händen außer einem überlebten Format. Mein Bedauern hält sich in Grenzen. Das Görlitz-Ding war reine Niedertracht und er hat sich nach meinem Wissen nie dafür entschuldigt.

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@gelegentlich

Als Autor lebt er von der Gunst der Verantwortlichen, den mobilisierten Leserströmen, und, nicht zuletzt, von der jeweiligen "conversion rate".

Insofern ist er ständig zum inhaltlichen Clickbait gezwungen, sowie zum Heranschmeißen an seine überwiegend rechtsbürgerlichen bis neurechten Leserschaft. Er möchte möglichst viele davon hinter die Bezahlschranke bringen.

Das sind genau die Punkte, die er vor rund einem Jahrzehnt noch heftig angeprangert hat, und einen Mann mit seinem heutigen Auftreten hätte er ohne jedes Wimperzucken braune Kackbratze! genannt, was - wie so oft - in der Sache nicht ganz falsch, aber in der Summe doch übertrieben ist.

Das Leserpotential für einen pseudokultivierten Rechtsblog besteht ganz zweifellos, und er wird alles daran setzen, diesen Lesern zu gefallen, und alles vermeiden, was diese ärgert.

Insofern sind RKI und WHO für ihn komplett inkompetent und Agenten einer globalistischen Verschwörung (oder gar: von "Soros" gelenkt, wie das die Knallrechten so gerne denken).

Dass er an diesen Meinundsdreck, den er da verbreitet, selber glaubt, das glaube ich nicht. Eher schon daran, dass er von allen guten Geistern verlassen ist.

Aber: Er wird das alles noch sehr lange so betreiben können, denn ein Lesersegment, das sich an derlei Hetze erfreut, das existiert nun einmal. Finanziell ist er auf seinen WELT-Blog nicht angewiesen, denke ich.

Seine Bezahlung dürfte gerade mal etwa zwei "Libertinage"-Termine pro Monat mit weiblichen Fachpersonal betragen. Im Moment traut er sich das ohnehin nicht, aus Angst, sich da etwas einzufangen.

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Der Arbeitsaufwand hält sich aber auch in Grenzen. Das mit der Libertinage glaub ich nicht. Das Kanarienvögelchen war ja doch sehr "undankbar".

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Kanarienvögelchen???

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https://twitter.com/salome_herself?lang=de

Durfte auf seine Initiative mal ein paar Gastbeiträge bei der FAZ schreiben und bekam dann eine Kolumne bei der Welt. Ging nicht lange gut. Er schlug dann vor, dass sie gewissermaßen unter seiner Aufsicht weiterbloggt, was die Dame nicht so prickelnd fand und ein paar deutliche Worte hinsichtlich der politischen Orientierung des Dons fallen ließ.

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Kein Hitler
@avantgarde

Irgendwo hat er vor ca. 2 Wochen (ich glaube sogar auf Twitter) deutlich formuliert, wie sehr es ihn nervt, dass er epidemiebedingt auf derartig fachkundige Betreuung für die nächste Zeit verzichten muss. Hab mir das aber nicht gesichert. So obsessiv bin ich dann doch nicht.

Das scheint, neben seiner Sorge für seine Eltern und seine Mieter tatsächlich sogar eine seiner Sorgen zu sein.

Mir ist so etwas fremd, und irgendwie, pardon, werde ich bei ihm auch nicht den Eindruck los, dass er es in seinem Leben versäumt haben könnte, sich auf nichtpekuniäre Weise erfolgreich an Frauen anzunähern, die ihm gefallen. Oder, das kann natürlich auch sein, er pflegt sexuelle Vorlieben, die in der "Normalbevölkerung" etwas seltener vorkommen.

Wobei ich allerdings nicht davon ausgehe, dass er sich auf kleinwüchsige Frauen setzt, um dann entspannt loszupinkeln. Das wäre dann wirklich zu nahe an Hitler.

Aber irgendwas ist mit ihm. Update: Oder er hat einfach etwas zu viel Geld und verballert das von Zeit zu Zeit auf diese Weise. Naja, so wichtig ist das ja nicht. Wenn es ihn glücklich macht, und das Bruttosozialprodukt erhöht, spricht da ja auch nichts dagegen.

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Blödsinn.

Nur weil er im Blog sehr diskret ist, was das angeht, heißt das nicht, dass da nichts stattfindet. Ich kenne zwei seiner Verflossenen, alles ganz normal, soweit ich das beurteilen kann.

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@schrotsaege, Sonntag, 29. März 2020, 4:22 PM
@first_dr.dean, Sonntag, 29. März 2020, 6:39 PM

Ok, gegen einen kleinen Adrenalinschub hat ja niemand etwas. Man muss aber auch einen anderen Aspekt beachten: wenn Sie gegen jeden Anschein der Notwendigkeit permanent sich an den Rainer Meyer adressieren erhöhen Sie natürlich dessen Selbstwertgefühl und die trügerische Illusion der eigenen Bedeutung. Und werten diesen in den überwiegend schmächtigen Köpfen der Blogleser damit auf. Wollen Sie das in Kauf nehmen?
Nach den Scharmützeln der letzten Woche habe ich aus Neugier ab und an mal reingeschaut. Mediokres, belangloses Geplauder. Damit können nur Leute was anfangen die sich irgendwie zu diesem virtuellen Kreis zählen. Ohne jede Relevanz für irgendeine Person, die sich zum Thema Corona informieren will, so oder so. Die reale Reichweite kenne ich nicht. Dürfte einen Kleinbus nicht überschreiten. Wozu das Ganze? Haken Sie es ab als Teil Ihrer perslönlichen Geschichte. Jetzt aber abgeranzt, verwahrlost, inhaltsleer.

Der greift noch nicht mal als Moderator ein wenn Frau Jottwede den Kommentator gux mit mir gleichsetzt. Den Service muss man eigentlch vom Moderator erwarten. Für mich extreme Schwäche sich so etwas bieten lassen zu müssen.

Also: Loslassen können! ;-) Meine 2 cents.

Ich vermute auch dass Meyer das weiß resp. fühlt. Das war vor der FAZ-Geschichte anders. Ist aber lange her. Gucken Sie sich das Schicksal von Lübberding an. Der muss jetzt auf Twitter ausweichen, wo er nur auf seine eigenen Faz-Artikel linken kann oder mit anderen Zitierkartelle betreibt. Was mit Medien ist halt nicht so einfach.

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@Mark

Dir glaube ich das. Und es freut mich für ihn, ehrlich.

@Gelegentlich

Es hat mir eine Zeit lang irgendwie Freude gemacht (das spricht eigtl. etwas gegen meinen Charakter), Don daran zu erinnern, dass er mal ganz anders drauf war. Sachorientierter, progressiver, menschenfreundlicher und guten Argumenten gegenüber deutlich zugänglicher. Er stand mal links von mir.

Inzwischen ist er imho zu 50 Prozent nur noch ein oller Ressentimente-Onkel. Sie haben schon recht, ich sollte da auch mal loslassen können.

Irgendwie kann ich mir selbst nicht so ganz verzeihen, dass ich ihn recht lange richtig gut fand und halbwegs dicke mit ihm war. Das nagt. Und auch, wenn ich weiß, dass die Zeit dicke Moos-Schichten wachsen lässt und die Gestalt sogar eines ganzen Landes verändert, und nicht nur die einzelner Personen:

Es fällt mir schwer.

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Überhaupt sollte man bei Don Alphonso (das geht auch an die Adresse von Schrotsaege) von Bloginhalten nicht so sehr auf die Person dahinter schließen. Sonst läuft man Gefahr, Gerd Duddenhöfer mit Heinz Becker zu verwechseln, und entsprechend weit weg vom Schuss sind dann die Ferndiagnosen. Natürllich gibt es Schnittmengen zwischen der Blogfigur und dem Betreiber, aber die Person dahinter hat noch ganz andere Facetten als der Blog-Avatar.

@gelegentlich2020: Sicher ist der rebellmarkt stark vernachlässigt, aber das bleibt nicht aus, wenn der Hauptjob und die Familie stark fordern. Ich habe das bei der FAZ ja auch mitgemacht, die Kommentare zu moderieren, und es ist bei der Welt trotz Bezahlschranke mittlerweise fast so viel Verkehr wie zu besten FAZ-Zeiten.

Eine echte Relevanzadresse war der Rebellmarkt noch nie - oder allenfalls punktuell, siehe Mollath. Aber zumeist ging es doch um Restauration von alten Gemäuern und Möbeln, Tortenporno und später Rennrad-Gedöns. Und entweder man kann mit der Schreibe vom Don etwas anfangen oder nicht. Warum sich manche Leute derart an ihm abarbeiten, erschließt sich mir nicht so recht. Wenn ich mit der inhaltlichen Mischung nichts anfangen kann, gehe ich meine Wege, das Netz ist voll von interessanten Sachen, wenn man sie zu finden weiß.

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An Spekulationen zur Person beteilige ich mich nicht.

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Bei ihm wohl eher eine Tasse Tee. Jedenfalls ging das Ganze gründlich in die Hose.

Der Prozess geht allerdings um einen anderen Journalisten, von der Weltwoche.

Escort ist allerdings in diesen Zeiten ein schwieriges Gewerbe.

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Oh Gott! Rein theoretisch muss es auch linke Dreckschweine geben, jetzt mal so erkenntnistheoretisch betrachtet kann es nicht anders sein. Warum zum Teufel, ich bin nicht mehr der Jüngste, kenne ich nur rechte? - Das ist, vom Publizierten her betrachtet und soweit ich es kenne, so eines.

So, jetzt haben Sie für Spannung gesorgt. Versauen Sie uns nicht den Abend durch Unterbrechung der Erzählung.

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Denn S. hat die Dame aber nicht verklagt, sondern einen Journalisten der Weltwoche, der etwas eigenwillige Vorstellungen zum Thema "Interview" hat.

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Ich kann Marks Anmerkungen zu Don Alphonso, den ich ebenfalls persönlich kenne bestätigen, und Rainer hat oft genug betont dass Don Alphonso eine Kunstfigur ist. Allerdings möchte ich anmerken dass rebellmarkt als es noch Dotcomtod bzw. Boocompany gab sehr viel politischer war als später und insgesamt einen anderen Charakter hatte.

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Habe selber gegoogelt. Bei dem Schawinski-Interview geht es wohl darum ob er diese Frage in der Sendung gestellt hat oder nicht. In dem Bericht
https://www.bazonline.ch/kultur/fernsehen/schawinskiinterview-fuehrt-zu-entlassung-in-deutschland/story/24780126
steht:
„Dass das oben erwähnte Zitat nie in der Sendung gefallen und erfunden sei, bewies er anhand eines Protokolls mit dem Gesprächsverlauf in der Sendung. So habe er nach dem Clip von Alice Schwarzer gefragt: «Ist das bei Ihnen auch der Fall gewesen? Oder würden Sie mir gestehen, wenn es so gewesen wäre?»
Und Frau Balthus hatte geschrieben:
„Balthus veröffentlichte am Sonntag einen mittlerweile wieder gelöschten Text über ihre Erlebnisse bei «Schawinski». So habe der Moderator einen Clip eingespielt, in dem die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer erklärt habe, dass alle Prostituierten von ihren Eltern missbraucht worden seien. Balthus schrieb: «Und kaum dass man diese Aussage richtig verarbeiten könnte, auch ihre Absurdität erkennen, stoppt der Clip, und Schawinski stellt mir seine nächste Frage: ‹Hat Ihr Vater Sie als Kind sexuell missbraucht?›»
Ok, sie brachte danach nicht das wörtliche Zitat. So sind sie halt, die Dre...e, daraus dann einen Schwindel ableiten.
Ihre Darstellung ist diese:
https://hetaera.de/missbrauch-bei-schawinski/
@avantgarde - dass ein anderer Schweizer das noch getoppt hat habe ich eben erfahren. Und natürlich gleich für den Prozess gespendet. Was ich noch nicht weiß ist wie sich der Ritter Don A. dazu verhalten hatte. Ich bin immer bereit mein Bild der Kulturheimischen feinzutunen, nachdem diese sich ja lange genug an den vermeintlich Kulturfremden gerieben haben.

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Die Dame hat sich nicht ganz korrekt erinnert, und der Schawinski hat gleich bei der Welt rumgeheult, und die Welt knickte sofort ein. Bei seiner "Rettungsaktion" hat der Don wohl vergessen, die Dame davon in Kenntnis zu setzen, und die reagierte auf diesen Paternalismus etwas kratzbürstig.

https://meedia.de/2019/04/12/wochenrueckblick-wie-springers-welt-ihr-kanarienvoegelchen-verlor/

In der Weltwoche-Sache hat sich der Don wohl nicht mehr eingemischt. Dazu hatte die Dame wohl vorher zu deutlich erkennen lassen, was sie von ihm hielt.

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avantgarde, Sonntag, 29. März 2020, 11:33 PM

Sorry, für mich ehrlich gesagt Korinthenkackerei. Keine tonbandähnliche Wiedergabe durch die Frau, aber absolut kontextgerecht. Also nicht unfair, nicht falsch. Das Rauswinden durch Schawinski hat ja Clinton-Format. Meine Wortwahl war nicht überzogen. Ehrlich gesagt hätte ich aber beim Aufräumen nicht gerne in der Haut von Rainer Meyer stecken wollen.
Na gut. Nicht meine Welt.
Was mit Medien eben. Die Frau kommt mir aber ähnlich manieriert vor wie „Don Alphonso“.

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Nun ja, Luxusprobleme vergangener Zeiten.
Tempi passati, wie der Italiener sagt.

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Ein guter Historiker achtet auf die Details
Man sollte bei der ganzen Affäre vielleicht auch noch ein paar interessante, imho zu wenig bekannte Details beachten:

Don Alphonso, diesmal mehr Figur als Kunstfigur, schrieb der Dame (so beschrieb sie das), dass er sowohl die Themen vorgibt, als auch ohne Rücksprache zu redigieren beabsichtige. Das ist dann wohl doch etwas heftiger als ein linkischer wohlmeinender Paternalismus.

Ich kenne nicht viele Blogautoren, die sich das für eine Gastspielrolle so gefallen lassen würden. Ich zitiere jetzt einfach mal aus Meyers Email zu ihr:
Die Idee, dass du dann schreiben kannst was du willst, kannst du dir aus dem Kopf schlagen, denn sonst ist es meiner, der rollt. Themenplanung gemeinsam mit mir, und ich habe das Endlektorat für deine Texte.“
Würdet ihr selbst, wenn ihr einen gewissen, allemal gerechtfertigten feministischen Selbstrespekt hättet, unter diesen Bedingungen bei Fons schreiben wollen, bei einem Typen, der das Gendersternchen und Feministinnen anstandslos zum "Dritten Reich" zählt, und für den aktivistische Feministinnen fast ausnahmslos "Feminazis" sind?

So dicke Haut kann kein Texte verfassender Mensch haben, dass der das ertragen wollte, zumal dann nicht, wenn es dabei um eine sehr persönliche Textgattung geht, sorry.

@mark

Dir dürfte aber nicht entgangen sein, dass sich sein weltanschauliches Profil deutlich verschoben hat, und er heutzutage bevorzugt nach unten tritt, oder?

Inzwischen verteidigt (!) er sogar Leute wie Tellkamp und Sieferle, er mag diese und deren Standpunkte sogar regelrecht. Früher mal hätte er diese in der Rubrik "braune Kackbratzen" einsortiert, das war sein Wort dafür, und entweder verrissen oder ignoriert.

Ich denke, das erklärt Einiges. Auch den Umstand, dass einige seiner alten Bekanntschaften und Freundschaften an weltanschaulichen Differenzen zerbrachen.

Was er macht, das macht er obsessiv. Das kann ganz wunderbar sein, wenn es denn harmlos ist (Torten, historische Autos, Fahrräder, Gemälde, Fotografie etc. pp.). Es kann aber auch alles andere als wunderbar sein.

Und ja, als Privatperson ist er anders - und auch nicht so ein undifferenzierter Brausekopf wie die Kunstfigur "Don Alphonso", die mal als Witz über bornierte, rechtsdrehende Bayern gedacht war, und später als Möglichkeit, provokante Texte zu verfassen.

Aber seine unbändige Wut auf alles, was auch nur entfernt "links", "grün", "feministisch", "sozialdemokratisch" ist, oder gar "AntiFa", das ist völlig echt.

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Das aber muss ihm den Rest gegeben haben
"Ich denke, jeder versteht dass ich die Einladung ausgeschlagen habe, sein sexy Sidekick zu werden. Ich ertrage diese vergoldete Kackwurst-Wanddekoration nicht!"

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avantgarde, Montag, 30. März 2020, 10:47 AM

Danke! Jetzt glaube ich dass die Frau ein Kind von Künstlern ist. Und ich verstehe Rainer Meyer: das hätte man auch ohne zeitgeistigen Berlin Jargon ausdrücken können.

@schrotsaege, Montag, 30. März 2020, 9:14 AM

Herzlichsten Dank für diesen LInk, bitte nicht löschen:
https://daslamm.ch/und-bist-du-nicht-willig-so-bezahl-ich-dich-halt

Boah, kotz, eklige alte rechte Männer. Alte linke Männer, die im Prinzip wohl ähnliche erotische Phantasien/Bilder haben, also Typen wie ich, haben längst gelernt dass so etwas nicht in den öffentlichen Raum gehört. U.a. weil sie dann sofort aus ihrer peer group fliegen. In wenigen Fällen hat konformistischer Zwang also ein frisches soziohygienisches Resultat.

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Aber seine unbändige Wut auf alles, was auch nur entfernt "links", "grün", "feministisch", "sozialdemokratisch" ist, oder gar "AntiFa", das ist völlig echt.

Eben nicht "alles". Um es nur mal an dem Punkt Feminismus festzumachen: Die Mädchenmannschaft hat er anfangs sehr promotet, bevor Lantschi & Co. das Ruder übernahmen, er hat Theresa Bücker als Co-Autorin zum Deus ex-Blog geholt und als die nicht mehr verfügbar war, lange nach Ersatz gesucht. Die Kadda hat er sehr unterstützt, nicht nur bei der FAZ. Warum er sich auf Stokowski, Martha_dear, Banaszcuk und Konsortinnen eingeschossen hat, ist mir nicht so ganz klar, aber ich bin mir einigermaßen sicher, dass nicht er es war, der hier den ersten Schuss abgegeben hat.

Über das Thema "links" könnte ich noch viel längere Abhandlungen schreiben, heute ist links ja vielerorts längst nicht mehr das gleiche links wie vor 15 oder 20 Jahren. In erster Linie geht es beim Don gegen Moralspackentum, SJW-Ideologie (oder woke culture, wie man neuerdings sagt), kurzum, mehr gegen Linksbizarre als gegen Linke.

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Ja Mark, früher konnte er sogar mit Theresa Bücker etwas anfangen (deren feministische Position mir persönlich weniger gefällt, schon damals nicht - aber ich reibe mich auch nicht sehr daran, und meine zu verstehen, wie das zustande kommt).

Aber doch nicht heute!

Frage ihn doch einfach mal, was er von ihr heute hält! Ich behaupte: Da ist kaum mehr als blanker Hass. Es ist nicht nur das Flüchtlingsthema, bei dem es bei Don "geknackt" hat.

Früher war ein ein toleranter Mensch. Er war sogar großherzig, und verzieh anderen ihre Fehler, inkl. politischer Irrungen.

Meine These ist: Das politische Umfeld, für das er schreibt, das formt ihn auch zunehmend.

Er holt sich seine Informationen auch zunehmend aus Kreisen, die mit "braun" noch recht freundlich umschrieben sind.

Das lässt sich teils sogar im Detail nachzeichnen: Seine völlig falsche Idee, dass in Deutschland angeblich so gut wie überhaupt nicht auf SARS-CoV-2 getestet werden würde, die hat er usprünglich von einem Typen namens "Richard Meusers" (der Typ ist rechtskonservativ bis rechtspopulistisch, also in etwa Werteunion), der einer seiner engsten Fans ist. Und der wiederum hat das direkt von einem NPD-Aktivisten, dem die besinnungslose Agitation gegen unseren Staat ein Herzensanliegen ist, auf dem Weg zu der von ihm erhofften "nationalen Revolution".

Früher wäre das Don niemals passiert, dass er solchen Leuten auf den Leim kriecht. Nie und nimmer.

(damit will ich nicht sagen, dass Don sich nur noch bei solchen "Quellen" bedient - aber schon der bloße Umstand, dass er derartige "Quellen" inzwischen teils für verbreitenswert findet und diesen glaubt, statt z.B. den Abrechnungen der kassenärztlichen Vereinigung, welche von ca. 500.000 Tests insgesamt in Deutschland spricht, das lässt imho sehr tief blicken, nämlich auf sein inzwischen marianengraben tiefes Misstrauen gegenüber seriöser Presse, seriösen Medien und seriösen Institutionen)

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Woher weisst Du denn wie sein Verhältnis zu Meusers aka maternus ist? Und kannst Du belegen wo der politisch genau steht?

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Ein sehr verbindendes Element zwischen den beiden ist wohl die Liebe zu Italien.

Ich folge maternus nun schon eine Weile, hatte früher auch sein Blog gelesen, konservativ ist der mit Sicherheit, ob auch rechtskonservativ, da wäre ich mir nicht so sicher. Er ist halt stark im rheinischen Katholizismus verankert, und da gilt vielfach die Devise "Leben und leben lassen". Sympathien für die AfD oder noch weiter rechts hat er soweit ich das als Leser beurteilen kann nicht (oder er tarnt es halt extrem geschickt). Ein Retweet von einem NPDler sagt mir da noch nicht genug aus, schließlich mag auch da die Devise von Don Alphonso gelten, wenn ein Nazi sagt, nachts ist es dunkel, dann ist das nicht deswegen falsch, weil es ein Nazi sagt.

Und was Don angeht, verstehe ich ihn nicht so, dass er ein totaler Schwarzmaler ist, der alles scheiße findet, was hierzulande so läuft, man muss ihn eher als Mahner verstehen, als Propheten, der es eigentlich abwenden möchte, dass alles so kommt, wie er weissagt. Weiß nicht, was daran so schwer zu verstehen ist, wenn man ihn kennt.

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Bei aller Liebe zu den Amerikanern, sollten Sie Ihre Prozent-​Vergleiche um den Faktor vier kürzen, denn es gibt viermal soviele US-Bürger wie Deutsche.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt schon lange, daß die USA Deutsch­land und Bayern Berlin über­flügeln werden, ganz abseits von irgend­welchen Test­graden, Dunkel­ziffern und medi­zinischen Erwägungen.

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